Donnerstag, März 26, 2009

Aufgepickt

Heute in der NZZ über Soderbergs beide "Ché"-Filme:

Dabei erzielen beide Filme immer wieder verblüffende Ergebnisse, und sie gleichen damit in frappanter Weise einem anderen Film, der sich mit revolutionären Träumen und ihren Folgen auseinandersetzte und auf Medien-ikonographischem Gebiet ebenfalls beachtliche Resultate zeitigte: Uli Edels «Der Baader-Meinhof-Komplex». Auch wenn die beiden Filme ideologisch gewissermassen spiegelverkehrt zueinander stehen (Edel bemüht sich, seine Protagonisten als durchgeknallt zu präsentieren, während Soderbergh seinen Helden als Heiligen zeigt) – in ihrer fast durchgehenden Geschichts- und Kontextlosigkeit gleichen sie sich. Denn letztlich sind sie kaum mehr als langfädiges Action-Kino, das behauptet, politisch zu sein.