Samstag, Juli 26, 2008

Kubricks Boxes

Eine schöne Channel-4-Doku über Kubricks Hinterlassenschaft, die nicht weniger rätselhaft sind als seine Filme...

ps. Nebenbei beweist die Doku, dass der "Untergang" schon einmal 1972 in England gedreht wurde!

Exodus

Im Zuge meiner weiteren St. Louis Recherchen musste ich mir jetzt Premingers Werk anschauen - mit Paul Newman in der Hauptrolle. Und ich muss sagen, ich habe es gerne getan. Der erste Teil weist eine ungeheure Dramatik auf, als Ari Kanaan sich bemüht, die Holocaust-Flüchtlinge aus Zypern in das britische Protektorat Palestina zu verschiffen. Man spürt, wie ernst Preminger und Drehbuchautor Trumbo die Situation der beteiligten Personen nehmen - auch wenn aus heutiger Sicht die Dialoge üppig und auch schriftsprachlich wirken. Der zweite Teil nach der Ankunft in Palestina fällt ab, da er leider, statt die Schicksale der Menschen weiterzuerzählen, eine riesige Gefängnisbefreiungsaktion in den Mittelpunkt stellt, die austauschbar wirkt.

Bleibt der Eindruck, dass innerhalb eine Studiosystems 1960 solche eminent wichtigen Themen mit großem Budget realisierbar waren - und auch noch einen Oscar für die Musik von Ernst Gold bekamen.

Dylan

Die Überlegenheit des Spielfilms über den Dok-Film ist in diesen Tagen rar geworden. Wer aber die fade Doku von Scorsese auf Arte gesehen hat, wird bei "I´m not there" von Todd Haynes jubilieren. Er überführt die Standarts der Musikbiographien, der bei Ray oder Cash erreicht wurde, in eine neue Dimension hinüber - und hat vielleicht das Glück des verbindenden Elements der Musik von eben Dylan - und einen großartigen Cutter in Jay Rabinowitz zu haben, abgesehen von einer genialen Cate Blanchett.

Und doch, vermutlich hätte Haynes diese Meisterleistung nicht zustande gebracht, hätte er sich nicht vorher intensiv mit der Doku beschäftigt...

Kampf um die St. Louis

“We've always done what we think is the right thing. If you are driven by so many voices… you'll never satisfy anyone. You have to satisfy the characters -- that's who you have to satisfy.” - Chris Carter