Im Zuge meiner weiteren St. Louis Recherchen musste ich mir jetzt Premingers
Werk anschauen - mit Paul Newman in der Hauptrolle. Und ich muss sagen, ich habe es gerne getan. Der erste Teil weist eine ungeheure Dramatik auf, als Ari Kanaan sich bemüht, die Holocaust-Flüchtlinge aus Zypern in das britische Protektorat Palestina zu verschiffen. Man spürt, wie ernst Preminger und Drehbuchautor Trumbo die Situation der beteiligten Personen nehmen - auch wenn aus heutiger Sicht die Dialoge üppig und auch schriftsprachlich wirken. Der zweite Teil nach der Ankunft in Palestina fällt ab, da er leider, statt die Schicksale der Menschen weiterzuerzählen, eine riesige Gefängnisbefreiungsaktion in den Mittelpunkt stellt, die austauschbar wirkt.
Bleibt der Eindruck, dass innerhalb eine Studiosystems 1960 solche eminent wichtigen Themen mit großem Budget realisierbar waren - und auch noch einen Oscar für die Musik von Ernst Gold bekamen.