Freitag, Februar 22, 2008

poison inside

Aus einem schönen Interview von Haruki Murakami im Spiegel: When a writer develops a story, he is confronted with a poison that is inside him. If you don't have that poison, your story will be boring and uninspired. It's like fugu: The flesh of the pufferfish is extremely tasty, but the roe, the liver, the heart can be lethally toxic. My stories are located in a dark, dangerous part of my consciousness, I feel the poison in my mind, but I can fend off a high dose of it because I have a strong body. When you are young, you are strong; so you can usually conquer the poison even without being in training. But beyond the age of 40 your strength wanes, you can no longer cope with the poison if you lead an unhealthy life.

Montag, Februar 18, 2008

Virus

Das Einzige was ich von der Berlinale mitgebracht habe ist der alljährige Ostgrippenkillervirus - und meine Familie hab ich damit auch noch angesteckt. Berlin bringt einfach nix. Der einzig gute Film, "There will be Blood", läuft ohnehin im Kino und hat nicht mal einen Preis bekommen. Nächstes Jahr im Februar mach ich einfach Urlaub, dann geht´s mir besser...

Samstag, Februar 16, 2008

Ein schöner Satz übers Drehbuchschreiben von Anderson

Manchmal schien es mir, als sei der Film so leicht zu inszenieren, weil das Buch, nach dieser langen Reise, einfach gut war. Insbesondere, weil ich mich an viele Momente des Schreibens erinnere, wo sich der Vorgang verselbständigte und ich einfach schrieb und schrieb - und am nächsten Morgen, als ich dann die Seiten des Vortages las, konnte ich mir kaum vorstellen, dass ich das geschrieben hatte. Es war auf sehr befriedigende Art und Weise fremd. Das war toll, denn das Schlimmste und Unerträglichste ist das Gefühl, dass du dich selbst, durch deine Zeilen hindurch, mit deiner privaten Fratze angrinst und nicht über dich hinaus oder von dir weg hast bewegen können.

Montag, Februar 11, 2008

Berlinale

Jetzt fahre ich doch zur Berlinale und denke über ein Zitat von Doris Dörrie nach: "Wir haben uns eigentlich nur jeden Tag mit der Videokamera getroffen und die Dinge auf uns zukommen lassen. Das war ein Schlüsselerlebnis für mich. Dass ich nicht mit einem Konzept durch die Welt rennen muss, sondern dass die Welt durchaus zu einem kommen kann – das ist letzten Endes ein sehr buddhistischer Gedanke, was ich damals gar nicht so gemerkt habe." Beneidenswert. Mal sehen ob das für mich am Potsdamer Platz auch funktioniert...