Sonntag, Mai 25, 2008

Mandela

Wieder so eine Lichtgestalt, wo man sich als imperialistisch erniedrigter deutscher Filmemacher gar nicht an ein Projekt trauen würde - und dann so ein Käse wie "Goodbye Bafana". Hab ihn jetzt erst gesehen - und frage mich, abgesehen davon dass ich das Luther-Glubschauge Fiennes nicht mehr sehen mag, warum als erstes unbedingt die "Wärter"-Perspektive erzählt werden muss. Seine Sympathie für Mandela durch eine Rückblende in seine Jugend zu motivieren ist wirklich schwach. Und die rassistischen Sprüche seiner Frau - wenn auch historisch richtig - erhöhen die Identifikation auch nicht. Und dann noch Dennis Hayesbert, der doch seit "24" auf toten amerikanischen Präsidenten abonniert ist - und mit seiner eratischen Spielweise überhaupt keine Möglichkeit lässt, Mandela näher zu kommen.

Wieso Bille August sich zu einem schwachen Buch herabgelassen hat, ist mir ein Rätsel...