Adler und Engel
Auf Empfehlung meiner Schwester habe ich jetzt Julie Zeh gelesen und bin nicht wenig beeindruckt. Einerseits erfüllt sie die Ansprüche an Figurenzeichnung und literarische Sprache, andererseits erzählt sie doch in der Schnittmenge des Thriller-Genres, das als so ganz undeutsch gilt und mich immer zu den angelsächsischen Autoren fliehen lässt. Natürlich ist die Wahl der koksenden, todessehnsüchtigen Hauptfigur Max schlau gewählt, um die Ränder menschlicher Erfahrungen auszuloten und so Wucht in die Beschreibungen zu kriegen. Damit hält Juli sich so ganz von dem Mainstream deutscher Jugenddichtung fern - ihr kreativer Ausstoß jedes Jahr ein Buch lässt mich doch mein Haupt beugen in ansatzweiser Bewunderung. Macht Lust auf mehr.

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