Donnerstag, November 30, 2006

Warum ist Kino so langweilig?

Ich gestehe, mich langsam zu TV-Junkie zu entwickeln. Altersmäßig finde ich das okay, muss ich mich nicht mehr so viel bewegen. Der eigentliche Grund ist aber, dass das Kino erzählerisch einfach nicht mehr überrascht. Der letzte Film war "Internal Affairs", die Honkong-Vorlage für Departed, der wirklich sehenswert ist. Aber sonst? M-I III zum Beispiel, da hätte mich früher vermutlich die tolle Action versöhnt, aber heute muss ich gähnen. Und wenn Tom von Hochhaus zu Hochhaus springt, da schau ich mir doch lieber die Europaean Outdoor Film Tour (www.eoft.de) an, dann ist es wenigstens echt, was die Jungs da treiben... Also, diese Woche hab ich mir mal den RTL Dienstag angeschaut - und wundere mich, dass ich mich selber in der Zielgruppe wiederfinde. CSI Miami hatte ich eh schon auf DVD goutiert, aber auch Dr. House und Monk sind wirklich gut. Solche Charaktere muss man erst mal hinkriegen! Wann schwappt diese Serien-Welle endlich auf Deutschland über?!? Ich will auch! Und der Rückschlag von "Blackout" gildet nicht, denn das war gut gemachtes Fernsehen, nur völlig falsch beworben und programmiert. So, jetzt wisst ihr´s!

Montag, November 27, 2006

Was macht bloß der Milosch?

Mit großen Erwartungen bin ich in "Goyas Geister" gegangen - und war sehr enttäuscht. Weder ist Milos Forman auf der Höhe seines Könnens, noch kann Javier Bardem ("Das Meer in mir") seine Qualitäten abrufen. Und woran liegt es? Meiner Meinung nach am Drehbuch, das sich für keine Hauptfigur entscheiden kann. Goya dient offensichtlich als verbindende Figur für mehrere Charaktere, die er gemalt hat: Bruder Lorenzo oder Inez. Aber keine dieser Figuren rührt einen an, obwohl viele schlimme Dinge passieren. Am schlimmsten ist der Zeitsprung bei Lorenzo, der sich im Off (!) vom fanatischen Inquisitor zum Vertreter der französischen Revolution wandelt... Auch die Bilder und die Musik konnten nicht fesseln, gähnende Langweile ab der ersten Szene, schade um die Kinokarte...