Was macht bloß der Milosch?
Mit großen Erwartungen bin ich in "Goyas Geister" gegangen - und war sehr enttäuscht. Weder ist Milos Forman auf der Höhe seines Könnens, noch kann Javier Bardem ("Das Meer in mir") seine Qualitäten abrufen. Und woran liegt es? Meiner Meinung nach am Drehbuch, das sich für keine Hauptfigur entscheiden kann. Goya dient offensichtlich als verbindende Figur für mehrere Charaktere, die er gemalt hat: Bruder Lorenzo oder Inez. Aber keine dieser Figuren rührt einen an, obwohl viele schlimme Dinge passieren. Am schlimmsten ist der Zeitsprung bei Lorenzo, der sich im Off (!) vom fanatischen Inquisitor zum Vertreter der französischen Revolution wandelt... Auch die Bilder und die Musik konnten nicht fesseln, gähnende Langweile ab der ersten Szene, schade um die Kinokarte...

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